Partnersuche für EU-Förderprojekte: Kooperationsbörsen für Interreg und Horizon Europe planen

Acht Wochen und drei Tage: So lange stand der Kapitalisierungsaufruf von Interreg Central Europe offen, vom 29. September bis zum 27. November 2025. Gefordert waren mindestens drei Partner aus drei Ländern, zwei davon aus dem Programmgebiet. Wer erst nach der Öffnung Partner suchte, hatte für Projektidee, Budget und Partnervereinbarung kaum noch Zeit. Bei Interreg beginnt die Partnersuche vor dem Aufruf.

Eine Kooperationsbörse für EU-Förderprojekte bringt Organisationen zusammen, die für einen bestimmten Aufruf ein Konsortium bilden wollen. Die Teilnehmenden suchen Partner für konkrete Aufgaben und Programmvorgaben: ein Partner aus einem zweiten Land, eine Region im Programmgebiet, ein Unternehmen, das die Ergebnisse verwertet. Um den Nutzen der Börse zu beurteilen, sollten Sie deshalb auch verfolgen, welche Anträge mit den gefundenen Partnern eingereicht werden.

Dieser Leitfaden richtet sich an Teams in Wirtschaftsförderungen, Kammern und Netzwerken, die eine Kooperationsbörse organisieren. Er zeigt, wie Sie Programmregeln, Zeitplan, Profile und Matching auf die Partnersuche ausrichten und später nachvollziehen, welche Anträge daraus entstanden sind. Nehmen wir die EU-Referentin einer Wirtschaftsförderung. Nach der Börse fragt ihr Geschäftsführer: Wie viele Anträge sind daraus entstanden?

Was eine Kooperationsbörse für EU-Förderprojekte leistet

Die Frage des Geschäftsführers zielt auf Anträge, und Anträge brauchen vollständige Partnerschaften. Der Ablauf einer Kooperationsbörse ist vertraut: Teilnehmende legen ein Profil an und stellen Anfragen. Ein Gespräch kommt zustande, wenn beide Seiten zustimmen. Bei EU-Förderprojekten kommt ein klarer Zweck dazu. Am Ende soll ein Konsortium stehen, das die Regeln eines bestimmten Programms erfüllt und vor der Frist einreicht.

Damit unterscheidet sich die Börse von der laufenden Vernetzung in einem Netzwerk. Ein Innovationsnetzwerk im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) etwa sucht Partner für eine mehrjährige Zusammenarbeit im eigenen Technologiefeld, wie wir im Beitrag zum Management eines ZIM-Innovationsnetzwerks beschreiben. Die EU-Börse arbeitet dagegen auf einen Stichtag hin. Das verändert Zeitplan, Profilfelder und Matching-Regeln.

Und es kommt darauf an, welches Programm dahintersteht.

Interreg und Horizon Europe: zwei Programme, zwei Arten von Partnersuche

Beide Programme verlangen internationale Partnerschaften, aber aus unterschiedlichen Gründen. Horizon Europe, auf Deutsch offiziell Horizont Europa, ist das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation. Ein Konsortium braucht dort in der Regel mindestens drei unabhängige Rechtsträger: einen mit Sitz in einem Mitgliedstaat und zwei weitere, jeweils in einem anderen Mitgliedstaat oder assoziierten Land (Verordnung (EU) 2021/695, Artikel 22). In der Bewertung zählt außerdem, ob das Konsortium als Ganzes die nötige Expertise zusammenbringt. Gesucht wird also Kompetenz.

Interreg fördert die Zusammenarbeit von Regionen über Grenzen hinweg. Vorhaben in grenzüberschreitenden und transnationalen Programmen brauchen Partner aus mindestens zwei teilnehmenden Ländern, bei Interreg Europe aus mindestens drei (Verordnung (EU) 2021/1059, Artikel 23). Die Partner müssen bei Entwicklung und Durchführung zusammenarbeiten und dazu Personal oder Finanzierung beitragen. Viele Programme setzen die Hürde höher: Interreg Central Europe verlangt drei finanzierende Partner aus drei Ländern, zwei davon im Programmgebiet (Programmhandbuch, Abschnitt I.3). Gesucht wird hier vor allem ein Ort mit einem Beitrag.

MerkmalInterregHorizon Europe
MindestpartnerschaftPartner aus mindestens zwei teilnehmenden Ländern, bei Interreg Europe drei; einzelne Programme verlangen mehrmindestens drei unabhängige Rechtsträger aus drei Ländern, davon einer in einem Mitgliedstaat
Was die Rolle bestimmtLage im Programmgebiet und Beitrag zu Entwicklung, Durchführung, Personal oder FinanzierungExpertise und Aufgabe im Konsortium, etwa Pilotstandort oder Verwertung der Ergebnisse
Wer das Vorhaben führtder federführende Partner (Lead Partner), verantwortlich für das gesamte Vorhaben und die Partnervereinbarungder Koordinator des Konsortiums
AnsprechpartnerGemeinsames Sekretariat und nationale Kontaktstellen des ProgrammsNationale Kontaktstellen (NKS), in Österreich bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), in der Schweiz bei Euresearch
Frühere Projekte findenkeep.eu, die Datenbank der Interreg-ProjekteCORDIS, die Projektdatenbank der Europäischen Kommission

Quellen: Verordnungen (EU) 2021/695 und 2021/1059 (EUR-Lex), Programmhandbuch Interreg Central Europe, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und FFG zu den Kontaktstellen, zuletzt geprüft am 04.11.2026.

Für Börsen im deutschsprachigen Raum gibt es eine gute Nachricht. Die Schweiz ist rückwirkend zum 1. Januar 2025 wieder mit Horizon Europe assoziiert (Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland, 10.11.2025). Ein Konsortium aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erfüllt damit die Mindestregel, sofern das Arbeitsprogramm für ein Thema nichts anderes vorsieht. Die Rollen muss es trotzdem füllen.

Planen Sie rückwärts von der Frist

Weil das Programm die Rolle vorgibt, muss die Börse stattfinden, solange Rollen noch frei sind. Bei Horizon Europe liegt sie deshalb einige Wochen vor der Einreichungsfrist. Die Nationalen Kontaktstellen für Cluster 1 Gesundheit veranstalteten im Netzwerk der Gesundheitskontaktstellen HNN3.0 mit Partnern des Enterprise Europe Network (EEN) vom 26. bis 30. Januar 2026 eine Online-Börsenwoche, ausgeschrieben unter anderem auf der Eventseite von ZENIT in Mülheim an der Ruhr. Die ersten einstufigen Gesundheitsaufrufe schlossen am 16. April 2026. Zwischen dem letzten Gespräch und der Frist lagen rund elf Wochen, genug für Arbeitspakete und Budgets.

Ein anderes Muster wählte die FFG für Cluster 3, die zivile Sicherheit: kurz nach Veröffentlichung des Arbeitsprogramms, rund zehn Monate vor der Frist im November 2026. Gemeinsam mit den Kontaktstellen aus Deutschland, Norwegen und Spanien lud sie am 21. Januar 2026 zu einem Vormittag ein: Überblick über das Arbeitsprogramm 2026/27, Fragerunde, danach “Pitch & Connect”. Wer eine Projektidee vorstellen wollte, schickte bis zum 16. Januar eine Vorlage. Information und Partnersuche liefen so an einem Vormittag zusammen.

Bei Interreg verschiebt sich alles nach vorn. Der Kapitalisierungsaufruf von Interreg Central Europe stand nur acht Wochen offen. Eine Interreg-Börse gehört deshalb in die Monate vor dem Aufruf. Läuft der Aufruf, sollte die Partnerschaft stehen.

Eine Kooperationsbörse für einen EU-Aufruf, rückwärts von der Frist geplant

  1. 5 Monate
    Aufruf und Themen festlegen Wählen Sie Programm, Aufruf und Themen und nennen Sie den Termin früh, damit Antragsteller damit planen können.
  2. 4 Monate
    Profile öffnen Die Anmeldung fragt Aufruf, Rolle, Organisationstyp und Region in festen Feldern ab, nicht im Freitext.
  3. 3 Monate
    Kurzvorstellungen auswählen Nehmen Sie Projektideen ins Programm, die eine fehlende Rolle für ein bestimmtes Thema benennen.
  4. Börsentag
    Vorstellen, dann sprechen Erst die Kurzvorstellungen, danach vereinbarte Einzelgespräche über einen bis fünf Tage, online oder vor Ort.
  5. Bis zur Frist
    Vermittlung offen halten Profile und Anfragen bleiben offen, und die häufigsten offenen Rollen gehen per Rundmail an alle.
  6. Frist
    Anträge zählen Fragen Sie nach, welche Anträge mit einem Partner aus der Börse eingereicht wurden.

Die Monatsangaben sind Arbeitswerte für einen einstufigen Aufruf in Horizon Europe. Bei Interreg legen Sie die ganze Kette vor die Öffnung des Aufrufs, bei zweistufigen Verfahren vor die erste Stufe. Der Fixpunkt ist immer die Frist.

Profilfelder, die eine Rolle beschreiben

Je kürzer die Zeit bis zur Frist, desto mehr Vorarbeit muss das Profil leisten. Die Partnersuche im Funding & Tenders Portal der Europäischen Kommission zeigt die Mindeststruktur. Eine Anzeige gehört dort zu einem offenen oder angekündigten Thema, sie ist ein Gesuch oder ein Angebot, und die Beschreibung ist auf 500 Zeichen begrenzt. Ihr Anmeldeformular kann dieselbe Logik übernehmen und ergänzen, was dem Portal fehlt:

  • Programm und Aufruf: das Interreg-Programm mit seiner Priorität oder das Horizon-Thema, aus einer Liste gewählt statt frei getippt. Bei Freitext finden sich “Wasserstoff im Hafen” und “grüne Logistik” nie.
  • Gesuch oder Angebot: Sucht die Organisation Partner für eine eigene Idee, oder will sie sich einem Konsortium anschließen? Dieses eine Feld teilt Ihr Publikum in die zwei Seiten, die sich treffen sollen.
  • Rolle: federführender Partner oder Koordinator, Leitung eines Arbeitspakets, Pilotregion oder Pilotstandort, Verwertung, fachlicher Beitrag. Nach Rollen wird bewertet, also sollte auch nach Rollen gesucht werden.
  • Organisationstyp und Region: Hochschule, Forschungseinrichtung, KMU (kleines oder mittleres Unternehmen), Behörde, Agentur, Verband. Für Interreg gehört die Region dazu, damit sofort sichtbar ist, ob sie im Programmgebiet liegt.
  • Projekterfahrung: frühere EU-Projekte, nachprüfbar in keep.eu oder CORDIS. Sie zeigt einem Koordinator, ob ein Partner die Berichtspflichten schon kennt.

Vergleichen Sie zwei Profile. Das erste lautet: “Wir sind eine innovative Kommune mit großem Interesse an Klimaanpassung.” Das zweite: “Wir bieten als Landkreis eine Pilotregion für Starkregenvorsorge, als Partner und nicht als Lead Partner, für den nächsten Aufruf eines Interreg-Programms in ihrem Gebiet.” Nur das zweite beantwortet die Frage des federführenden Partners, ob diese Organisation die Lücke in seinem Konsortium füllt. Ein konkretes Profil macht die mögliche Aufgabe im Konsortium erkennbar.

Matching-Regeln: knappe Gruppen schützen

Gute Profile erzeugen Nachfrage. Die Matching-Regeln entscheiden, wohin sie fließt. Viele Kooperationsbörsen für EU-Aufrufe lassen Anfragen in alle Richtungen zu, denn unerwartete Paare gehören zum Zweck. Zwei Koordinatoren mit halben Konsortien legen sich manchmal zu einem vollständigen zusammen. Wie stark sich die Nachfrage trotzdem verteilt, zeigt die Gesundheitsbörse von HNN3.0 im Mai 2025:

Wer sich zur Gesundheitsbörse von HNN3.0 im Mai 2025 anmeldete

1.991
Teilnehmende in der Aufschlüsselung nach Organisationstyp Die Kopfzahl der Eventstatistik nennt 1.978.
52 %
kamen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen 653 Hochschulen und 377 Forschungseinrichtungen
67
Industrieunternehmen waren angemeldet gut 3 Prozent aller Teilnehmenden
174
Teilnehmende kamen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich 97 aus Deutschland, 40 aus der Schweiz, 37 aus Österreich
Eventseite des Cluster Health Horizon Europe Brokerage Event 2025, Plattformstatistik der Eventseite, Stand 04.11.2026

Für Teilnehmende aus dem deutschsprachigen Raum hieß das zunächst etwas Gutes: Gut neun von zehn möglichen Gesprächspartnern kamen aus anderen Ländern, und genau die braucht ein EU-Konsortium. Kann jede Hochschule jedes Unternehmen anfragen, bekommen diese 67 Unternehmen weit mehr Anfragen, als sie annehmen können. Im nächsten Jahr kommen sie dann womöglich nicht wieder. Begrenzen Sie deshalb die eingehenden Anfragen für die knappe Gruppe, zeigen Sie Rolle und Thema schon vor der Annahme und werben Sie diese Gruppe über Cluster und Kammern gezielt an. Bei einer Interreg-Börse kann die knappe Gruppe eine andere sein, etwa Behörden und Agenturen aus dem Nachbarland. Die Regel bleibt dieselbe. Warum bei Kooperationsbörsen Obergrenzen mehr helfen als ein festes Verhältnis zwischen den Gruppen, erklären wir im Beitrag zum Verhältnis von Einkäufern und Anbietern beim Matchmaking.

Beide Beispiele aus dem Januar 2026 liefen online. Das verändert Gesprächslängen, Zeitzonen und den Umgang mit Ausfällen, wie wir im Beitrag zu virtuellen Matchmaking-Events zeigen.

Mit Converve bauen Sie die Profilfelder direkt in das Anmeldeformular ein und nutzen sie in einer regelbasierten Meeting-Matrix. Sie legen fest, welche Gruppen wen anfragen dürfen und wie viele Anfragen jede Seite erhält. Ein Termin entsteht erst, wenn beide Seiten zustimmen. Eingestellt werden diese Regeln im B2B-Matchmaking.

Nach der Börse: bis zur Einreichung weiter vermitteln

Die Gesprächstage enden, die offenen Rollen nicht. HNN3.0 hielt das Matchmaking nach der Börse im Mai 2025 bis zum 30. November offen. Bis heute (Stand 04.11.2026) zählt die Eventseite 54.395 Profilaufrufe, 17.606 davon nach den Veranstaltungstagen am 5. und 6. Mai 2025, fast ein Drittel. Ein guter Teil der Suche lief nach den Gesprächstagen weiter.

Nehmen Sie die EU-Referentin drei Wochen nach ihrer Börse. Ein Landkreis aus ihrer Region hat für sein Interreg-Vorhaben Partner aus Österreich und Tschechien gefunden. Dann springt der dritte finanzierende Partner ab. Ist die Plattform geschlossen, schreibt der Landkreis alte Kontakte an. Ist sie offen, filtert er nach Behörden und Agenturen, die eine Partnerrolle für diesen Aufruf anbieten, und schickt am selben Nachmittag drei Anfragen.

Die Plattform offen zu halten kostet wenig und fängt genau diesen Fall auf. Ergänzen Sie zwei kleine Schritte: eine Erinnerung einige Wochen nach der Börse mit den häufigsten offenen Rollen je Aufruf und einen Hinweis auf die Kontaktstellen. Sie wissen oft, welche Konsortien sich gerade bilden.

Was Sie dem Fördergeber berichten

Damit sind wir wieder bei der Frage des Geschäftsführers. Um sie zu beantworten, brauchen Sie Zahlen aus der Börse und Rückmeldungen nach der Frist:

  • Vollständige Profile: der Anteil der Angemeldeten mit Aufruf, Rolle und Gesuch oder Angebot. Er zeigt, ob Ihre Anmeldung ihren Zweck erfüllt hat.
  • Geführte Gespräche: angenommene und geführte Gespräche nach Organisationstyp und Land. So sehen Sie, ob die knappen Gruppen erreichbar waren.
  • Eingereichte Anträge: Fragen Sie nach der Frist, ob ein Antrag mit einem Partner aus der Börse eingereicht wurde, und für welchen Aufruf.
  • Bewilligte Projekte: Monate später prüfen Sie, welche dieser Anträge ausgewählt wurden. Quellen sind keep.eu, CORDIS und die Teilnehmenden selbst.

Die dritte Zahl ist Ihr Hauptergebnis. Von 2021 bis 2025 gingen bei Horizon Europe knapp 149.000 förderfähige Anträge ein, mehr als 21.000 Projekte wurden ausgewählt (Europäische Kommission, Jahresbericht zu Forschung und technologischer Entwicklung, 31.05.2026). Das ist etwa einer von sieben. Ihre Börse kann ein stärkeres Konsortium möglich machen, die Bewertung entscheidet sie nicht. Berichten Sie, was in Ihrer Hand liegt.

Wie Sie solche Ergebnisse über eine mehrjährige Förderung hinweg belegen, von der Nachbefragung bis zur Belegablage, zeigen wir im Beitrag zum Wirkungsnachweis für Netzwerke und Fördergeber. Für die einzelne Börse genügen die vier Zahlen oben.

Fazit: Planen Sie die Börse vom Antrag her

Richten Sie die Kooperationsbörse an den Partnerregeln des Programms aus: bei Interreg am Programmgebiet, bei Horizon Europe an Expertise und Verwertung. Planen Sie vom Einreichungstermin rückwärts und beginnen Sie bei kurzen Interreg-Aufrufen schon vor deren Öffnung. Klare Profile, Regeln für stark nachgefragte Gruppen und eine bis zur Einreichung offene Vermittlung unterstützen die weitere Konsortienbildung.

Erfassen Sie anschließend, welche Anträge mit Partnern aus der Börse eingereicht wurden. So können Sie den Beitrag der Veranstaltung nachvollziehbar darstellen.

Sie planen eine Kooperationsbörse für ein EU-Förderprogramm und möchten sehen, wie sich Profile und Matching-Regeln dafür einrichten lassen? Sprechen Sie mit Converve.

Häufig gestellte Fragen

Wie finde ich Partner für ein Interreg-Projekt?

Nutzen Sie die Partnersuche und die Plattformen des jeweiligen Programms, Partnerbörsen und Infotage sowie die Beratung durch Gemeinsames Sekretariat und nationale Kontaktstellen. Frühere Partnerschaften finden Sie in keep.eu, der Datenbank der Interreg-Projekte. Beginnen Sie vor der Öffnung des Aufrufs: Der Kapitalisierungsaufruf von Interreg Central Europe stand 2025 nur acht Wochen offen.

Wie viele Partner braucht ein Interreg-Projekt?

Nach Artikel 23 der Verordnung (EU) 2021/1059 brauchen Vorhaben in grenzüberschreitenden und transnationalen Programmen Partner aus mindestens zwei teilnehmenden Ländern, einer davon aus einem Mitgliedstaat. Bei Interreg Europe sind es mindestens drei Länder, davon zwei Partner aus Mitgliedstaaten. Viele Programme verlangen mehr, Interreg Central Europe etwa drei finanzierende Partner aus drei Ländern, zwei davon im Programmgebiet.

Wie viele Partner braucht ein Konsortium in Horizon Europe?

Für Verbundprojekte gilt als Mindestregel: drei unabhängige Rechtsträger, einer mit Sitz in einem Mitgliedstaat und zwei weitere, jeweils in einem anderen Mitgliedstaat oder assoziierten Land (Verordnung (EU) 2021/695, Artikel 22). Die Schweiz ist seit dem 1. Januar 2025 wieder assoziiert. Das Arbeitsprogramm kann für einzelne Themen abweichende Bedingungen festlegen.

Was ist eine Kooperationsbörse für EU-Förderprojekte?

Eine Kooperationsbörse, oft auch Brokerage-Event genannt, ist eine Veranstaltung, auf der Organisationen Partner für einen bestimmten Förderaufruf suchen. Die Teilnehmenden veröffentlichen ein Profil, stellen Projektideen kurz vor und führen vorab vereinbarte Einzelgespräche, häufig online. Ausrichter sind häufig nationale Kontaktstellen, Programmsekretariate, Kammern, Cluster oder Partner des Enterprise Europe Network.

Wann sollte eine Kooperationsbörse vor der Frist stattfinden?

Früh genug, damit die Partner danach noch Arbeitspakete und Budgets abstimmen können. Die Online-Börsenwoche für Cluster 1 Gesundheit endete im Januar 2026 rund elf Wochen vor der Frist am 16. April 2026. Bei Interreg können Aufrufe kurz offen sein, 2025 bei Interreg Central Europe etwa acht Wochen, deshalb gehört die Börse dort in die Monate vor der Öffnung.

Was gehört in ein Profil für die Partnersuche?

Programm und Aufruf, die Angabe, ob Sie Partner suchen oder sich anschließen wollen, die Rolle, die Sie suchen oder übernehmen, Organisationstyp, Land und bei Interreg die Region sowie Ihre früheren EU-Projekte. Die Partnersuche im Funding & Tenders Portal begrenzt Anzeigen auf 500 Zeichen. Eine konkrete Rolle sagt darin mehr als eine allgemeine Selbstbeschreibung.

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