Eventbudget planen: Vorlage und Richtwerte für Veranstalter

Im Oktober liegt das Budget für die Frühjahrsveranstaltung auf dem Tisch des Vorstands. Die Eventleiterin eines Verbands, eines Convention Bureaus oder einer Startup-Konferenz hat dafür drei Wochen gerechnet. Der Vorstand liest die Vorlage in zwei Minuten und stellt zwei Fragen: Trägt sich die Veranstaltung, und was kostet uns eigentlich ein einzelnes Geschäftstreffen, das wir den Ausstellern versprechen? Auf beide Fragen hat die heruntergeladene Standardvorlage keine Antwort. Sie kennt keine Einnahmenseite, und ein Meetingprogramm kommt in ihr nicht vor.

Das Umfeld macht die Lücke teurer als früher. 72 Prozent der Eventprofis erwarten für 2026 Kostensteigerungen von bis zu 20 Prozent gegenüber 2025, so die Branchenumfrage von EventsAir. Wer das Vorjahresbudget kopiert und drei Prozent aufschlägt, hat ein Fünftel seines Spielraums verschenkt, bevor der erste Vertrag unterschrieben ist.

In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie ein Eventbudget für Messe, Kongress oder Konferenz in der Reihenfolge aufbauen, in der der Vorstand es liest: erst die Einnahmen, dann acht Kostenblöcke mit Richtwerten, dann die Positionen, die in keinem Angebot stehen, und am Ende die eine Kennzahl, die das Budget im Nachhinein bewertet. Die Excel-Vorlage am Schluss übernimmt die Rechnerei.

Was ein Eventbudget ist

Ein Eventbudget ist der Finanzplan einer einzelnen Veranstaltung. Es führt alle erwarteten Kosten nach Kategorien, alle erwarteten Einnahmen und einen Puffer für Unvorhergesehenes. Für Veranstalter von B2B-Events gehören drei Dinge hinein, die eine Firmenfeier-Vorlage auslässt: eine Einnahmenseite mit Tickets, Sponsoring und Ausstellergebühren, die Trennung zwischen Fixkosten und Kosten, die mit jeder Anmeldung wachsen, und dort, wo vorab terminierte Meetings das Produkt sind, ein eigener Block für das Meetingprogramm.

Der letzte Punkt ist die These dieses Leitfadens. Ein Budget, das das Meetingprogramm nicht als eigene Kategorie führt, kann den Wert der Veranstaltung nicht belegen, so sauber die Cateringzeile auch aussieht.

Erst die Einnahmen, dann die Location

Die meisten Budgets beginnen mit dem Angebot der Location, weil es als Erstes im Postfach liegt. Die bessere Reihenfolge läuft andersherum: Legen Sie fest, was die Veranstaltung einnehmen muss, rechnen Sie diese Zahl ehrlich herunter, und entscheiden Sie erst dann, was Sie ausgeben dürfen. Die amerikanische Budgetvorlage von VenueSight beschreibt den Fehler, den diese Reihenfolge verhindert: Das Event wird um die angenommenen Kosten herum geplant, und im vierten Planungsmonat stellt sich heraus, dass die Einnahmen sie nicht decken.

Einnahmen zuerst

Fünf Schritte, bevor Sie das erste Lieferantenangebot öffnen

  1. Schritt 1 Ziele festlegen Zahlende Teilnehmer, Sponsoringeinnahmen und Ausstellereinnahmen, abgeleitet aus dem Vorjahr oder einer vergleichbaren Veranstaltung. Nicht aus der Hoffnung.
  2. Schritt 2 Einnahmen abschlagen Frei- und stark rabattierte Karten machen bei mittelgroßen Kongressen 15 bis 25 Prozent der Anmeldungen aus. Eine neue Sponsoring-Pipeline mit 30 bis 40 Prozent Abschlussquote ansetzen, eine bestehende mit 60 bis 70, die Ausstellungsfläche mit 75 bis 80 Prozent Belegung.
  3. Schritt 3 Kostendeckel ableiten Abgeschlagene Einnahmen minus die Marge, die Ihre Organisation verlangt, ergeben den Höchstbetrag, den Sie ausgeben dürfen. Schreiben Sie diese Zahl auf, bevor das erste Angebot kommt.
  4. Schritt 4 Kostenseite in acht Blöcken aufbauen Location, Catering, Technik und Produktion, Registrierung und Software, Meetingprogramm, Referenten, Marketing, Personal. Jede Zeile fix oder variabel markieren.
  5. Schritt 5 Drei Szenarien rechnen Konservativ bei 70 Prozent der zahlenden Teilnehmer, Ziel bei 100, Optimum bei 125. Die variablen Kosten bewegen sich mit, die Fixkosten nicht. Nach der konservativen Spalte wird der Vorstand fragen.

Die Abschlagsfaktoren in Schritt 2 stammen aus der VenueSight-Vorlage von 2026 und decken sich mit dem, was wir auf Fachmessen und Investorenkonferenzen sehen. Zwei davon entscheiden, ob das Budget den Kontakt mit der Wirklichkeit übersteht. Der Freikartenanteil zählt, weil Referenten, Sponsorenpersonal, Presse und Gremienmitglieder sich alle anmelden, alle mitessen und niemand von ihnen zahlt. Eine Veranstaltung mit 400 Anmeldungen ist dann eine mit 300 verkauften Karten. Der Pipeline-Abschlag zählt, weil Sponsoring die Zeile ist, die am häufigsten zu 100 Prozent eingeplant wird. Der Budgetleitfaden von EventMobi aus dem Jahr 2026 setzt realistisches Sponsoring bei mittelgroßen Kongressen und Messen mit 20 bis 40 Prozent der Gesamtkosten an. Steht in Ihrer Tabelle 60 Prozent, ist das kein Plan, sondern ein Wunschzettel.

Drei Szenarien klingen nach Mehrarbeit. Sie sind das Gegenteil. Ein Vorstand, der sieht, dass die Veranstaltung schon bei 70 Prozent des Ziels kostendeckend ist, fragt nicht mehr nach dem Kaffee.

Die acht Kostenblöcke und ihre Richtwerte

Steht der Deckel, wird die Kostenseite zur Verteilungsfrage. Die Anteile unten gelten für Messen, Kongresse und Konferenzen, die ein Veranstalter selbst trägt. Sie stammen aus den Benchmarks der US-Agentur GoGather für 2026, die Catering mit 32,5 Prozent und Veranstaltungstechnik mit 19 Prozent eines typischen Kongressbudgets von 1,62 Millionen Dollar ausweist, aus den Branchenzahlen von upmetrics 2026 (29,9 und 15 Prozent für dieselben Blöcke) und aus den Corporate-Richtwerten von Invyt 2026 für Location und Nebenkosten. Der Anteil für das Meetingprogramm ist unser eigener Erfahrungswert aus Matchmaking-Veranstaltungen und als solcher gekennzeichnet. Alle Beträge netto: Ein Veranstalterbudget rechnet ohne Umsatzsteuer, weil die Vorsteuer aus Lieferantenrechnungen in der Regel abziehbar ist. Prüfen Sie das mit Ihrer Buchhaltung, gerade bei Verbänden mit teilweise steuerfreien Bereichen.

BlockTypischer AnteilFix oder variabelDie Zeile, die vergessen wird
Location und Infrastruktur15 bis 20 ProzentFixAuf- und Abbautage, Stromanschlüsse, Rigging-Punkte, Abnahmeverpflichtung im Zimmerkontingent
Catering25 bis 33 ProzentVariabelServicepauschale von 18 bis 24 Prozent auf den Pro-Kopf-Preis, Mindestumsatz der Location
Veranstaltungstechnik und Produktion15 bis 19 ProzentÜberwiegend fixProbentag, Überstunden der Techniker, Fremdfirmengebühr, wenn Sie nicht die Haustechnik nutzen
Registrierung und Software5 bis 10 ProzentGemischtBadge-Druck, Zahlungsgebühren je Ticket, dedizierte Bandbreite
Meetingprogramm (Converve-Richtwert)5 bis 12 ProzentGemischtMatchmaking-Plattform, Meetingfläche, Terminierungspersonal, Hosted-Buyer-Zuschüsse, No-Show-Reserve
Referenten und Programm5 bis 10 ProzentFixReise und Hotel laut Rider, Produktion von Inhalten für den Livestream
Marketing und Teilnehmergewinnung8 bis 15 ProzentFixBezahlte Kanäle gegen Anmeldungen messen, nicht gegen Impressionen
Personal und Betrieb5 bis 10 ProzentVariabelSicherheitsdienst nach Stunden, Veranstaltungshaftpflicht, GEMA, Sicherheitskonzept, Logistik
Puffer10 bis 20 Prozent obendraufReserveEine eigene Zeile, nicht auf die anderen Blöcke verteilt

Zwei Blöcke dominieren, und das wird so bleiben. Catering und Location zusammen beanspruchen 50 bis 70 Prozent der meisten B2B-Eventbudgets, und weil Catering pro Kopf abgerechnet wird, ist die Genauigkeit Ihrer Teilnehmerprognose der größte Hebel im ganzen Blatt. Das ist zuerst ein Registrierungsproblem und erst danach ein Cateringproblem. Deshalb gehört der Freikartenanteil aus Schritt 2 an den Anfang des Budgets und nicht in eine Fußnote.

Die DACH-Zeilen im Block Personal und Betrieb sind klein, aber sie fehlen in jeder internationalen Vorlage. Eine Veranstaltungshaftpflicht gibt es laut Eventversicherungen.com ab 75 Euro je Veranstaltung, die GEMA-Anmeldung wird nach Raumgröße und Musiknutzung berechnet, und ein schriftliches Sicherheitskonzept verlangen viele Kommunen ab einigen hundert gleichzeitig anwesenden Personen. Bei Messen kommen AUMA-Beitrag, Medienpauschale und Energiepauschalen dazu, die im Anmeldeformular stehen und nicht im Quadratmeterpreis. Keine dieser Positionen sprengt das Budget. Jede davon sprengt die Stimmung, wenn sie im März auftaucht.

Alles andere ist Verpackung um diese zwei Blöcke und den, der jetzt folgt.

Der Block, den jede Vorlage auslässt: das Meetingprogramm

Laden Sie eine beliebige Budgetvorlage herunter und suchen Sie die Meetings. Sie finden “Networking-Empfang” unter Rahmenprogramm und vielleicht “Event-App” unter Technik. Sie finden keinen Block für das, wofür ein Aussteller auf einer Tourismusmesse oder ein Investor auf einer Startup-Konferenz tatsächlich gekommen ist: einen Terminplan vorab vereinbarter Gespräche mit dem passenden Gegenüber.

Dieser Block hat fünf Zeilen, und sie lassen sich leicht bepreisen, sobald man sie aufschreibt:

  • Matchmaking-Plattform: die Software, die Profile erfasst, das Matching rechnet und die Termine plant. B2B-Matchmaking-Plattformen beginnen im unteren vierstelligen Bereich je Veranstaltung, Enterprise-Suiten im unteren fünfstelligen, wie unser Vergleich der zwölf besten Event-Networking-Apps mit Listenpreisen zeigt. Was die Preismodelle im Einzelnen unterscheidet, lesen Sie in unserem Beitrag dazu, was Event-Matchmaking-Software kostet.
  • Meetingfläche: Zweiertische, Nummerierung, Strom, Beschilderung und eine ruhige Zone. Bei einer Messe mit 400 Teilnehmern sind das 50 bis 70 Tische in einem eigenen Hallenabschnitt.
  • Terminierungs- und Vor-Ort-Personal: die Person, die vor der Veranstaltung unvollständige Profile nachfasst, und die zwei Personen, die während der Veranstaltung ausgefallene Termine neu vergeben.
  • Hosted-Buyer-Zuschüsse: Reisekostenbeteiligung, Hotel und Transfers für die Einkäufer, deren Anwesenheit Ihre Aussteller bezahlen. Auf Tourismusmessen ist das die größte Zeile des Blocks, auf den meisten Kongressen gibt es sie nicht.
  • No-Show-Reserve: die freie Kapazität, mit der Sie geplatzte Termine neu besetzen. Wie hoch Ihre No-Show-Quote auch ist, und unser Beitrag zur No-Show-Quote bei B2B-Events erklärt, warum veröffentlichte Werte zwischen 6,5 und 28 Prozent liegen, sie kostet Sie entweder leere Tische oder zusätzliches Personal.

Fassen Sie diese fünf Zeilen unter einer Überschrift zusammen, und im Vorstand ändert sich etwas. Das Meetingprogramm ist keine Kostenposition mehr, die irgendwo unter “Technik” liegt, sondern eine Produktlinie mit eigenen Einnahmen, denn Hosted-Buyer-Gebühren, Sponsoring des Meeting-Tracks und Premium-Ausstellerpakete verkaufen sich genau dagegen. Wie diese Einnahmen auf einer Tourismusmesse aussehen, zeigt unser Beitrag dazu, wie Matchmaking den Hosted-Buyer-ROI steigert.

Die Eventleiterin aus dem ersten Absatz kann jetzt die zweite Frage des Vorstands beantworten. Vorher lautete die ehrliche Antwort “das steckt irgendwo drin”. Jetzt ist es eine Zahl.

Solution: Der Grund, warum das Meetingprogramm selten einen eigenen Block bekommt, ist, dass seine Kosten über drei oder vier Lieferanten und eine Tabelle verstreut sind, für die niemand zuständig ist. Converve bündelt die Plattformzeilen in einem Preis je Veranstaltung, der Registrierung, Matching, Terminplanung und den Meeting-Schalter vor Ort abdeckt, mit einem nachvollziehbaren Protokoll jedes Termins, der gebucht, gehalten oder neu vergeben wurde. Dieses Protokoll macht aus dem Block eine messbare Zeile. Wie die Meeting-Matrix dahinter funktioniert, beschreibt unsere Seite zur B2B-Matchmaking-Plattform.

Die Kosten, die in keinem Angebot stehen

Jeder erfahrene Veranstalter kennt die Rechnung, die 30 Prozent über dem Angebot lag. Die Lücke ist selten eine Überraschung im Einzelnen. Es sind immer dieselben sechs, sieben Positionen, und sie sind gut genug dokumentiert, um sie vorab einzuplanen.

Versteckte KostenWomit Sie rechnen müssenQuelle
Servicepauschale auf Catering18 bis 24 Prozent, Steuer obendraufEvents in Minutes, Juli 2026
Aufschlag der Haustechnik30 bis 50 Prozent über einem externen AnbieterInvyt, 2026
Fremdfirmengebühr für externe Technik1.000 bis 10.000 Dollar und mehr, wenn Sie eigene Technik mitbringenInfinity Park, 2026
Dedizierte Internetbandbreite1.500 bis 5.000 Dollar pro Tag für garantierten UploadEventNation, April 2026
Abnahmeverpflichtung im Zimmerkontingent70 bis 75 Prozent der vertraglich gebuchten Zimmer, manche Häuser verlangen 80 bis 85VenueSight, 2026
Verwaltungsgebühr2 bis 5 Prozent der Gesamtsumme, zusätzlich zur ServicepauschaleEvents in Minutes, Juli 2026
Mindeststunden und ÜberstundenVier-Stunden-Mindestabrufe für Personal, Zuschläge nach dem festen EndeInvyt, 2026

Die Bandbreitenzeile verdient einen zweiten Blick, wenn Sie ein Matchmaking-Programm fahren. Ein Terminplan, der auf den Handys der Teilnehmer lebt, ist nur so gut wie das WLAN der Halle, und Hallen-WLAN ist für E-Mails ausgelegt, nicht für 400 Personen, die im selben Moment ihren nächsten Termin aufrufen. Fragen Sie das Bandbreitenangebot im selben Gespräch ab wie die Raummiete.

Dann kommt der Puffer. Die Richtwerte in der Fachliteratur liegen zwischen 10 und 20 Prozent der Gesamtsumme, und das Seminar-Institut empfiehlt für den deutschen Markt mindestens 15 Prozent, bei Erstveranstaltungen oder unbekannten Locations 20. Die praktikable Lesart: 10 Prozent für eine Veranstaltung, die Sie schon in dieser Location gefahren haben, 15 für eine neue Location, 20 für eine erste Ausgabe oder einen Livestream. Der Puffer ist eine eigene Zeile. Auf die anderen Blöcke verteilt, wird er unsichtbar, und ein unsichtbarer Puffer wird ausgegeben.

Warum Budgets 2026 mehr Spielraum brauchen als 2025

Kostendruck, Pro-Kopf-Kosten und Freikartenanteil

72 % erwarten Kostensteigerungen bis 20 Prozent gegenüber 2025, EventsAir-Umfrage 2026
169 $ je Teilnehmer und Tag plus 4,3 Prozent, Amex GBT Forecast 2026
15 bis 25 % der Anmeldungen sind Freikarten oder rabattiert bei mittelgroßen Kongressen, VenueSight 2026
Quellen: EventsAir Branchenumfrage 2026 via Cvent, 9 Event Trends for 2026; American Express GBT Global Meetings and Events Forecast 2026 (Kosten je Teilnehmer und Tag); VenueSight, Conference Budget Template, 2026 (Frei- und stark rabattierte Anmeldungen bei mittelgroßen Kongressen).

Die Kennzahl, die das Budget hinterher bewertet: Kosten je Meeting

Kosten je Teilnehmer empfiehlt jeder Leitfaden, und die Zahl ist es wert, verfolgt zu werden. Gesamtausgaben durch Teilnehmerzahl ergeben laut den Kundendaten von GoGather für 2025 bei einem typischen Kongress zwischen 500 und 2.500 Dollar. Nur sagt die Zahl dem Vorstand nichts über die Meetings, und bei einer Hosted-Buyer-Messe oder einer Investorenkonferenz sind die Meetings das, wofür der Aussteller im nächsten Jahr wieder bucht.

Kosten je Meeting sind dieselbe Rechnung, angewendet auf den Block von oben. Nehmen Sie die fünf Zeilen des Meetingprogramms, addieren Sie sie und teilen Sie durch die Zahl der Meetings, die tatsächlich stattgefunden haben, nicht durch die Zahl der geplanten.

Ein Rechenbeispiel. Eine zweitägige Tourismusmesse mit 400 Teilnehmern budgetiert 6.000 Euro für die Matchmaking-Plattform, 9.000 Euro für eine Meetingfläche mit 60 Tischen, 7.000 Euro für Terminierung und Personal vor Ort und 6.000 Euro Reisekostenzuschüsse für 40 Hosted Buyer, zusammen 28.000 Euro. Die Plattform plant 1.400 Meetings, 1.200 finden statt. Kosten je gehaltenem Meeting: 23 Euro. Kosten je Teilnehmer für die gesamte Veranstaltung bei einem Budget von 260.000 Euro: 650 Euro.

Jetzt hat die Eventleiterin einen Satz für den Vorstand, und er ist besser als “Networking ist inklusive”. Jedes Meeting, das ein Aussteller bekommt, kostet die Organisation 23 Euro, und die Wiederbuchung der Aussteller hängt an der Zahl der gehaltenen Meetings. Die Kennzahlenkette, die diese beiden Zahlen verbindet, von der Meetinganfrage bis zum gemeldeten Abschluss, beschreibt unser Beitrag zu den KPIs für B2B-Event-Matchmaking. Die größere Frage, ob sich die Veranstaltung insgesamt gelohnt hat, beantwortet unser Leitfaden zur Messung des B2B-Event-ROI.

Budgets werden auf Einnahmen genehmigt. Verlängert werden sie auf Kosten je Meeting.

Die Vorlage

Die Excel-Datei unten ist für Veranstalter von B2B-Events gebaut, nicht für Feiern, und sie folgt der Reihenfolge dieses Leitfadens. Sie hat fünf Blätter:

  • Einnahmen: Registrierung mit einem Feld für den Freikartenanteil, Sponsoring mit Pipeline-Abschlag, Ausstellereinnahmen mit Belegungsquote und drei Szenariospalten bei 70, 100 und 125 Prozent.
  • Ausgaben: die acht Blöcke mit einer Fix-oder-variabel-Markierung in jeder Zeile, damit die Szenariospalten die variablen Zeilen automatisch mitbewegen. Die DACH-Zeilen (Haftpflicht, GEMA, Sicherheitskonzept, AUMA- und Medienpauschale) sind vorbereitet.
  • Meetingprogramm: die fünf Zeilen, geplante Meetings, gehaltene Meetings und die Formel für die Kosten je Meeting.
  • Versteckte Kosten: die sieben Positionen aus der Tabelle oben mit vorbelegten Prozentspannen, angewendet auf die Zeilen, an denen sie hängen.
  • Zusammenfassung: Einnahmen, Ausgaben, Puffer, Marge sowie Kosten je Teilnehmer und je Meeting für jedes Szenario, auf einer Seite für den Vorstand.

Converve Eventbudget-Vorlage herunterladen (Excel). Füllen Sie die gelben Zellen aus, lassen Sie die Formeln stehen, und die Zusammenfassung schreibt sich selbst. Wenn Sie lieber in Google Sheets arbeiten, laden Sie die Datei dort hoch; die Formeln bleiben erhalten.

Zwanzig Minuten mit der Datei und den Vorjahreszahlen ergeben einen ersten Entwurf. Der Entwurf wird an einigen Stellen falsch sein, und genau das ist der Sinn: Ein Budget, das im Oktober falsch ist, lässt sich korrigieren. Eines, das im März falsch ist, nicht mehr. Wo das Budget im gesamten Planungsablauf steht, vom ersten Ziel bis zum Abschlussbericht, zeigt unsere Checkliste für die Eventplanung. Und falls das Budget nicht wächst, sondern schrumpft, hilft unser Beitrag zu sinkenden Eventbudgets beim Priorisieren.

Häufige Fragen

Wie erstellt man ein Budget für ein B2B-Event?

Beginnen Sie mit den Einnahmen: Setzen Sie Ziele für zahlende Teilnehmer, Sponsoring und Aussteller, schlagen Sie Freikarten (15 bis 25 Prozent), Pipeline-Risiko und Flächenbelegung ab und leiten Sie aus Ihrer Margenvorgabe einen Kostendeckel ab. Verteilen Sie den Deckel dann auf acht Kostenblöcke, markieren Sie jede Zeile als fix oder variabel, ergänzen Sie einen Puffer von 10 bis 20 Prozent als eigene Zeile und rechnen Sie drei Szenarien bei 70, 100 und 125 Prozent des Ziels.

Was gehört in ein Eventbudget?

Jede erwartete Einnahmequelle (Tickets, Sponsoring, Ausstellergebühren, sonstige Erlöse), jede Kostenposition nach Block (Location, Catering, Technik und Produktion, Registrierung und Software, Meetingprogramm, Referenten, Marketing, Personal und Betrieb), eine eigene Pufferzeile und die versteckten Kosten aus Location- und Cateringverträgen wie Servicepauschalen, Technikaufschläge und Bandbreite. In Deutschland zusätzlich Veranstaltungshaftpflicht, GEMA und gegebenenfalls Sicherheitskonzept.

Wie hoch sind die Kosten für eine Eventplanung?

Je nach Format sehr unterschiedlich. Die US-Agentur GoGather nennt für Kongresse 2026 Kosten von 500 bis 2.500 Dollar je Teilnehmer, American Express GBT rund 169 Dollar je Teilnehmer und Tag für Meetings. Aussagekräftiger als der Durchschnitt ist die eigene Rechnung: Gesamtausgaben durch Teilnehmer und, bei Matchmaking-Events, Kosten des Meetingprogramms durch gehaltene Meetings.

Wie viel Puffer braucht ein Eventbudget?

Zwischen 10 und 20 Prozent der Gesamtausgaben als eigene Zeile. 10 Prozent für eine Wiederholungsveranstaltung in bekannter Location, 15 Prozent für eine neue Location, 20 Prozent für eine erste Ausgabe oder eine Veranstaltung mit Livestream. Das Seminar-Institut empfiehlt für den deutschen Markt mindestens 15 Prozent.

Was sind Kosten je Meeting, und warum sollte man sie messen?

Kosten je Meeting sind die Gesamtkosten des Meetingprogramms (Plattform, Meetingfläche, Terminierungspersonal, Hosted-Buyer-Zuschüsse, No-Show-Reserve), geteilt durch die Zahl der tatsächlich gehaltenen Geschäftstreffen. Für Messen und Investorenkonferenzen verbinden sie das Budget mit dem Ergebnis, für das Aussteller und Investoren wieder buchen. Das können Kosten je Teilnehmer nicht.

Fazit

Ein B2B-Eventbudget ist keine längere Fassung eines Feierbudgets. Es hat eine Einnahmenseite, die abgeschlagen werden muss, zwei Blöcke, die mehr als die Hälfte des Geldes beanspruchen, ein Meetingprogramm, das eine eigene Überschrift verdient, und eine Reihe von Positionen, die im ersten Angebot nie auftauchen. Bauen Sie es in dieser Reihenfolge, lassen Sie den Puffer auf seiner eigenen Zeile und bewerten Sie es hinterher in Kosten je Meeting, nicht nur in Kosten je Kopf.

Der Vorstand wird im Oktober weiterhin fragen, ob sich die Veranstaltung trägt. Mit drei Szenarien auf dem Zusammenfassungsblatt beantworten Sie das schon bei 70 Prozent des Ziels. Und wenn er fragt, was ein Meeting kostet, haben Sie eine Zahl statt eines Achselzuckens.

Wenn Sie sehen möchten, wie der Block Meetingprogramm aussieht, sobald eine Plattform Registrierung, Matching, Terminplanung und den Meeting-Schalter vor Ort abdeckt, nehmen Sie Kontakt mit Converve auf. Wir rechnen die Zahlen für Ihre Veranstaltung mit Ihnen durch.

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