Zwei Drittel der deutschen Geschäftsreisenden haben eine Dienstreise schon einmal privat verlängert, im Schnitt um 3,1 Nächte. Das zeigt eine Befragung von 3.000 Geschäftsreisenden, die das Bayerische Zentrum für Tourismus im Juli 2026 gemeinsam mit dem German Convention Bureau (GCB) und dem Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) veröffentlicht hat. Für Kongressstädte ist das ein Anlass, private Verlängerungen bei der Angebotsplanung und Auswertung zu berücksichtigen. Wie viele Gäste eines bestimmten Kongresses länger bleiben, müssen sie gesondert erheben.
Bleisure setzt sich aus Business und Leisure zusammen, also Geschäft und Freizeit. Aus Sicht der Reisenden geht es etwa darum, an einen beruflichen Termin in Hamburg ein Wochenende anzuhängen. Für eine Destination Marketing Organisation (DMO), ein Convention Bureau oder einen Kongressveranstalter lautet die Frage anders. Wer kümmert sich um die zusätzlichen Nächte, und wer kann sie belegen?
Veranstalter und Destination sollten früh klären, wer Angebote und Datenerhebung übernimmt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Veranstalter und DMO Verlängerungen gemeinsam planen und in den Anmeldedaten erfassen. Es geht um Vor- und Nachprogramme, das Begleitprogramm, Hosted Buyer, die nach der Messe bleiben, fünf Anmeldefelder und ein einfaches Rechenmodell.
Eine gemeinsame Datengrundlage hilft dem Convention Bureau später auch, die Unterstützung für einen Kongress gegenüber dem Tourismusausschuss zu begründen.
Was Bleisure aus Sicht der Destination bedeutet
Unterscheiden Sie zunächst die Formen der privaten Verlängerung, denn Angebote und Zuständigkeiten unterscheiden sich.
Bleisure meint Geschäftsreisende, die vor oder nach einem beruflichen Termin private Tage anhängen oder Partner und Familie mitbringen. In der Reisebranche heißt das auch Blended Travel. Eine Workation ist etwas anderes: Dort arbeitet jemand mobil an einem Urlaubsort, ohne beruflichen Anlass vor Ort.
Rund um einen Kongress tritt Bleisure in drei Formen auf. Jede hat einen anderen Verantwortlichen:
| Form | Was passiert | Wer sie gestalten kann | Was Sie zählen können |
|---|---|---|---|
| Verlängerung | Teilnehmende reisen früher an oder bleiben nach dem Kongress | Veranstalter (Termine, Hotelkontingent), DMO (Angebote) | Zusätzliche Nächte pro Teilnehmenden |
| Begleitreise | Partner oder Familie reisen mit | Veranstalter (Anmeldung für Begleitpersonen), DMO und DMC (Programm) | Begleitpersonen pro Teilnehmenden und deren Nächte |
| Wiederkehr | Teilnehmende kommen später privat zurück | DMO (Marketing nach dem Kongress) | Nur per Befragung, schwer zuzuordnen |
Die ersten beiden Formen lassen sich planen. Die dritte ist ein willkommener Nebeneffekt. Der Bleisure & Workation Monitor Deutschland der IU Internationale Hochschule (Juni 2026) beziffert ihn: 64 Prozent der Bleisure-Reisenden kehren später als Privatgast zurück, bei allen Geschäftsreisenden sind es 51 Prozent. Die spätere Rückkehr lässt sich nicht fest einplanen, kann aber durch passende Informationen und Angebote unterstützt werden.
Die Zahlen: Kongressgäste bleiben längst länger
Bleisure ist kein Trend, den eine Destination erst anschieben müsste. Die Daten aus Deutschland, Österreich und anderen europäischen Kongressstädten zeigen in dieselbe Richtung.
Die Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus liefert die Grundlage für den deutschen Markt. Befragt wurden 3.000 Geschäftsreisende zwischen 18 und 74 Jahren, die 2025 mindestens eine Dienstreise mit Übernachtung hatten. 78 Prozent hängen die privaten Tage an das Ende des beruflichen Teils. Von den durchschnittlich 1.642 Euro pro Reise entfallen 616 Euro auf den privaten Teil. Für Ihre Planung spricht das dafür, besonders die Tage nach dem letzten Programmpunkt zu berücksichtigen.
Bei internationalen Gästen ist der Effekt noch deutlicher. Im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) und des GCB hat IPK International die Auslandsreisen nach Deutschland im Jahr 2023 ausgewertet. 43 Prozent der Kongressteilnehmenden verbanden ihre Reise mit einem privaten Aufenthalt, bei Messebesuchern waren es 41 Prozent. Eine Bleisure-Reise dauerte im Schnitt 8,8 Nächte, eine reine Geschäftsreise 6,7 Nächte. Bei einem Kongress mit vielen internationalen Gästen ist damit fast jeder zweite ein Kandidat für ein Nachprogramm.
Wien zeigt, wie groß die Lücke zwischen Programm und Aufenthalt sein kann. Laut Vienna Meeting Industry Report 2025 kamen 310.813 Teilnehmende zu 853 internationalen Kongressen und erzeugten 1.558.986 Nächtigungen. Ein internationaler Kongress dauerte im Schnitt 2,8 Tage. Teilt man die Nächte durch die Teilnehmenden, ergeben sich rund fünf Nächte pro Kopf. Selbst mit Anreiseabend und mitgezählten Begleitpersonen fällt ein guter Teil davon außerhalb des Programms.
Bleisure in Zahlen
Die meisten Kongressgäste bleiben länger als das Programm
Auch eine reine Kongressbefragung bestätigt das Bild. Im Helsinki Congress Delegate Survey 2025 mit 579 Delegierten aus 80 Ländern blieben 66 Prozent nach dem Kongress in der Stadt, knapp die Hälfte reiste nicht allein. Bei einem Kongress mit 2.000 Teilnehmenden können das mehrere Hundert Begleitpersonen sein, für die niemand ein Programm hat.
Es gibt eine Gegenkraft, und Veranstalter sollten sie ernst nehmen. Im SAP Concur Global Business Travel Survey 2025 mit 3.750 Geschäftsreisenden in 24 Märkten gaben 27 Prozent an, neuerdings private Tage an Dienstreisen zu hängen, um Kosten zu sparen. Zugleich sagten 25 Prozent, ihr Unternehmen erlaube genau das inzwischen seltener. Die Verlängerung wird also mit dem Arbeitgeber verhandelt, und der ist oft vorsichtig.
Die Nachfrage ist da, das Angebot hinkt hinterher. Laut IU-Monitor haben knapp 80 Prozent der befragten Beherbergungsbetriebe keine eigenen Angebote für Bleisure-Gäste. Genau hier können Veranstalter und DMO ansetzen.
Warum die Zusatznächte in keinem Bericht auftauchen
Private Verlängerungen erscheinen häufig nicht in den Buchungsdaten des Kongresses. Ohne ergänzende Fragen lässt sich ihr Umfang deshalb nur schwer einer bestimmten Veranstaltung zuordnen.
Drei blinde Flecken erklären das. Das Hotelkontingent deckt die Kongressnächte ab, der Veranstalter sieht also die Abrufe, nicht den gesamten Aufenthalt. Die Zusatznächte buchen die Gäste privat, oft in einem anderen Hotel oder einer Ferienwohnung. Die DMO bekommt die Übernachtungszahlen vom Statistischen Landesamt Monate später, ohne Bezug zu einer bestimmten Veranstaltung. Und das Anmeldeformular fragt nach Essenswünschen und Namen fürs Badge, aber selten nach An- und Abreise.
Stellen Sie sich einen Fachkongress für Orthopädie in Hamburg vor, der am Freitag um 13 Uhr endet. Ein Teilnehmer aus Zürich hat seinen Rückflug für Sonntag gebucht und seine Partnerin kommt am Freitagabend nach. Im Café neben dem Kongresszentrum bucht er auf dem Smartphone eine Hafenrundfahrt, zwei Abendessen und Karten für ein Konzert. Die Stadt verdient an zwei zusätzlichen Nächten für zwei Personen. Im Kongressbericht an den Tourismusausschuss stehen drei Nächte im Kontingent.
Die privaten Buchungen dieses Wochenendes fehlen in der Auswertung des Hotelkontingents.
Stadtweite Übernachtungszahlen schließen diese Lücke nicht: Sie zeigen weder den Anteil dieses Kongresses noch, wie viele zusätzliche Aufenthalte durch ein konkretes Angebot entstanden sind.
Fünf Hebel, die Veranstalter und DMO gemeinsam planen
Die Lösung beginnt lange vor dem Start der Anmeldung, mit Entscheidungen, die Veranstalter und DMO teilen. Klären Sie für jeden Ansatz Aufwand, Kosten und Zuständigkeiten, bevor die Anmeldung öffnet.
1. Termine, die ein Wochenende nahelegen
Ein Kongress, der am Donnerstag oder Freitag endet oder am Montag beginnt, legt ein Wochenende direkt neben das Programm. Diese Terminentscheidung macht die Verlängerung für viele Gäste erst praktisch möglich. Vereinbaren Sie im Hotelvertrag, dass der Gruppenpreis auch für zwei oder drei Nächte vor und nach dem Kongress gilt. Wer sein Zimmer zum Kongresspreis behalten kann, hat einen Grund weniger, das Hotel zu wechseln. Die Zusatznächte bleiben dann im Kontingent sichtbar.
2. Vor- und Nachprogramme
Organisierte Programme von einem bis drei Tagen geben der Verlängerung eine Form. In der Branche heißen sie oft Pre- und Post-Congress-Touren, durchgeführt von einer lokalen Destination Management Company (DMC). Für wissenschaftliche Kongresse und Fachtagungen eignen sich Fachexkursionen besonders gut: ein Universitätsklinikum, ein Hafen, ein Forschungscampus, ein Weinbaugebiet mit eigener Geschichte. Bieten Sie die Programme direkt in der Anmeldung an. Legen Sie eine Mindestteilnehmerzahl und einen Stichtag sechs bis acht Wochen vor dem Kongress fest, damit die DMC rechtzeitig bestätigen oder absagen kann.
3. Ein echtes Begleitprogramm
Knapp die Hälfte der Kongressgäste in Helsinki reiste nicht allein. Begleitpersonen brauchen eine eigene Anmeldekategorie, ein Tagesprogramm während der Sessions und einen Platz bei den Abendveranstaltungen. Wie sich Begleitprogramm und Rahmenprogramm unterscheiden und wie Sie Abendessen und Exkursionen so planen, dass neue Kontakte entstehen, beschreiben wir im Leitfaden zum Rahmenprogramm für Tagungen und Kongresse. Für die Bleisure-Frage zählt vor allem eines: Begleitpersonen geben vom ersten Tag an Geld für Freizeit aus.
4. Hosted Buyer, die bleiben
Tourismusmessen und Workshops mit einem Hosted-Buyer-Programm holen qualifizierte Einkäufer ohnehin in die Stadt, oft auf Kosten des Veranstalters. Viele Destinationen nutzen die Tage danach für eine Kennenlernreise. So wird aus der Verlängerung ein Verkaufsinstrument. Wie Sie einen Fam Trip als Verlängerung Ihrer Messe aufbauen, zeigen wir in einem eigenen Beitrag. Auch der Terminplan spielt mit. Liegen die Einzelgespräche eines Einkäufers in einem kompakten Block, weiß jeder von Anfang an, welche Tage für Ortsbesichtigungen und das Programm der Destination frei bleiben.
5. Das Gespräch mit dem Arbeitgeber erleichtern
Die Daten von SAP Concur zeigen, dass Arbeitgeber die Grenzen setzen. Machen Sie die Zustimmung leicht. Weisen Sie berufliche und private Nächte auf der Hotelrechnung getrennt aus, stellen Sie eine Teilnahmebescheinigung mit den offiziellen Programmtagen aus und nennen Sie klar, wann der Kongress endet. In Deutschland ist die getrennte Rechnung auch steuerlich sinnvoll, weil beruflich und privat veranlasste Reisekosten aufgeteilt werden (Bundesfinanzhof, Beschluss GrS 1/06 von 2009). Die Details klärt die Reisekostenabteilung der Teilnehmenden, nicht der Veranstalter.
Ein Teilnehmer, der seiner Vorgesetzten zeigen kann, dass die privaten Nächte das Unternehmen nichts kosten, hat ein deutlich leichteres Gespräch. Die Entscheidung bleibt beim Arbeitgeber. Klare Unterlagen erleichtern den Teilnehmenden die Abstimmung.
Bei der Anmeldung erfassen: fünf Felder machen Bleisure messbar
Jeder Hebel erzeugt Daten, aber nur, wenn die Anmeldung danach fragt. Fünf kurze Fragen genügen:
- An- und Abreisedatum: die Grundlage jeder Berechnung zusätzlicher Nächte.
- Art der Unterkunft: Kongresshotel im Kontingent, anderes Hotel oder private Unterkunft.
- Begleitpersonen: Anzahl der Mitreisenden, am besten über eine eigene Ticketart.
- Interesse an Vor- und Nachprogrammen: nur für Gäste eingeblendet, die länger bleiben als das Programm.
- Einwilligung für Angebote der Destination: ein eigenes, freiwilliges Häkchen für Informationen der DMO.
Machen Sie alle fünf Felder freiwillig und bündeln Sie sie auf einer Seite. Zusammen dauern sie weniger als eine Minute. Wer nur an den Kongresstagen anreist, sieht die Zusatzfragen gar nicht erst.
Das letzte Feld ist datenschutzrechtlich entscheidend. Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erhebt der Veranstalter die Daten und darf personenbezogene Daten nur mit klarer Rechtsgrundlage an die DMO weitergeben, in der Praxis meist mit ausdrücklicher Einwilligung. Ohne Einwilligung bekommt die DMO zusammengefasste Zahlen: wie viele Gäste verlängert haben, um wie viele Nächte und mit wie vielen Begleitpersonen. Für den Bericht an den Ausschuss reicht das der Leiterin des Convention Bureaus in aller Regel.
Mit dem Registrierungsmodul von Converve gestalten Sie Anmeldeformulare nach Ihren eigenen Feldern und mit mehreren Ticketarten. Fragen zu An- und Abreise und zu Begleitpersonen stehen im selben Formular, aus dem später die Teilnehmerprofile für die Terminplanung entstehen. So muss niemand die Gäste zweimal fragen.
Verlängerungen gemeinsam messen
Sind die Felder ausgefüllt, ist die Rechnung einfach genug, um sie vor dem Kongress zu vereinbaren. Legen Sie dafür fest, welche Nächte Sie als kongressbedingt oder privat zählen und wie Sie fehlende Antworten behandeln. Legen Veranstalter und DMO die Definitionen schriftlich fest, melden beide hinterher dieselbe Zahl.
Gemeinsame Messung
Bleisure in fünf Schritten zählen
- Kongressnächte festlegen Vereinbaren Sie, welche Nächte als Kongressnächte zählen, zum Beispiel die Programmnächte plus eine Anreisenacht.
- Daten erfassen An- und Abreise sowie Art der Unterkunft als freiwillige Felder im Anmeldeformular.
- Zusatznächte berechnen Aufenthaltsdauer minus Kongressnächte für alle, die geantwortet haben, dann auf alle Teilnehmenden hochrechnen.
- Begleitpersonen ergänzen Nächte der Begleitpersonen getrennt ausweisen, weil sie vom ersten Tag an Freizeitausgaben haben.
- Nach dem Kongress prüfen Eine Frage in der Befragung danach: Sind Sie länger geblieben als geplant, und wie viele Nächte?
Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Ein Kongress hat 1.500 Teilnehmende, 900 beantworten die Fragen zu An- und Abreise. Bleiben 35 Prozent davon zwei Nächte über die Kongressnächte hinaus, sind das 630 Zusatznächte in der Stichprobe. Hochgerechnet auf alle Teilnehmenden ergeben sich rund 1.050 Nächte. Dazu kommen 200 Begleitpersonen mit je vier Nächten, also weitere 800 Nächte. Unter diesen Annahmen ergeben sich rund 1.850 zusätzliche Nächte. Kennzeichnen Sie die Hochrechnung und prüfen Sie, dass Begleitpersonen nicht bereits in den Teilnehmerzahlen enthalten sind.
Bewerten sollte die DMO diese Nächte mit den Ausgaben pro Nacht aus der eigenen Gästebefragung, nicht mit einer Zahl aus einer anderen Stadt. Zur groben Orientierung: In der BZT-Studie entfallen 616 Euro auf den privaten Teil einer Reise mit durchschnittlich 3,1 Zusatznächten. Das sind rund 200 Euro pro Nacht, eigene Rechnung. Für die 1.050 Zusatznächte der Teilnehmenden wären das grob 210.000 Euro privater Ausgaben, ohne Begleitpersonen.
Destinationen, die solche Werte veröffentlichen, gewinnen an Glaubwürdigkeit. Die Wirkungsmessung in der Branche bewegt sich gerade auf gemeinsame Standards zu, wie unser Ausblick auf die MICE-Trends 2027 zeigt (MICE steht für Meetings, Incentives, Conventions und Events). Zusatznächte gehören zu den am leichtesten standardisierbaren Kennzahlen. Die Rohdaten stammen aus einem Formular, das der Veranstalter ohnehin betreibt.
Im Bericht kann das Convention Bureau damit eine Größenordnung nennen: Im Beispiel werden rund 1.850 zusätzliche Nächte geschätzt, gut 40 Prozent davon entfallen auf Begleitpersonen. Die Buchungen für Vor- und Nachprogramme aus dem Anmeldeformular liefern eine dritte Zahl. Das ist ein Argument für die nächste Bewerbung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Bleisure?
Bleisure verbindet Geschäftsreise und Freizeit auf derselben Reise. Geschäftsreisende hängen vor oder nach einem beruflichen Termin private Tage an oder bringen Partner und Familie mit. Für Destinationen zeigt sich Bleisure vor allem als zusätzliche Übernachtungen und Begleitreisen rund um Kongresse und Messen.
Wie viele Geschäftsreisende verlängern ihre Reise privat?
Laut einer Befragung von 3.000 deutschen Geschäftsreisenden durch das Bayerische Zentrum für Tourismus mit GCB und VDR (2026) haben 67 Prozent schon einmal eine Dienstreise privat verlängert, im Schnitt um 3,1 Nächte. Unter ausländischen Kongressteilnehmenden in Deutschland verbanden 43 Prozent ihre Reise mit einem privaten Aufenthalt (DZT und GCB, Daten 2023).
Was ist der Unterschied zwischen Vor- und Nachprogramm und Begleitprogramm?
Vor- und Nachprogramme finden vor oder nach dem Kongress statt und stehen Teilnehmenden und Begleitpersonen offen, meist organisiert von einer lokalen DMC. Ein Begleitprogramm läuft während der Kongresstage und richtet sich nur an Begleitpersonen, während die Teilnehmenden in den Sessions sitzen. Beide bringen Nächte und Ausgaben, werden aber getrennt geplant und verkauft.
Welche Anmeldedaten braucht man, um Bleisure zu messen?
Erfassen Sie freiwillige Angaben zu An- und Abreise, Unterkunftsart, Begleitpersonen und Interesse an Vor- und Nachprogrammen. Ein eigenes Einwilligungsfeld erlaubt der DMO, Angebote zu schicken. Ohne Einwilligung gibt der Veranstalter nur zusammengefasste Zahlen an die DMO weiter.
Darf ein Convention Bureau die Anmeldedaten der Teilnehmenden bekommen?
Nur mit einer klaren Rechtsgrundlage nach der DSGVO, in der Praxis meist mit ausdrücklicher Einwilligung der Teilnehmenden. Verantwortlich für die Daten bleibt der Veranstalter. Für den Wirkungsbericht genügen in der Regel zusammengefasste Werte wie Zusatznächte pro Teilnehmenden und der Anteil der Begleitpersonen, ganz ohne personenbezogene Daten.
Angebote und Auswertung gemeinsam vorbereiten
Die Befragungen aus Deutschland und europäischen Kongressstädten zeigen, dass private Verlängerungen für die Planung relevant sind. Die Aufgabe der Destination ist es, aus dieser Nachfrage einen abgestimmten Plan und belegbare Zahlen zu machen. Das gelingt, wenn Veranstalter und DMO die Termine gemeinsam wählen, Vor- und Nachprogramme sowie ein Begleitprogramm anbieten, bei der Anmeldung fünf Fragen stellen und sich auf eine Zählweise einigen. Kennzeichnen Sie dabei, welche Zahlen erhoben wurden und welche auf Annahmen oder Hochrechnungen beruhen.
Sie planen einen Kongress oder ein Hosted-Buyer-Programm und wollen Anmeldung, Teilnehmerprofile und regelbasierte Terminplanung an einem Ort? Sprechen Sie mit Converve. Wie DMOs und Convention Bureaus die Plattform heute einsetzen, zeigen unsere Lösungen für Tourismusveranstaltungen.