Cofounder Matching: wie Hochschulen und Acceleratoren Mitgründer zusammenbringen

Vier von fünf Startups in Deutschland werden im Team gegründet. Der Deutsche Startup Monitor 2025 des Startup-Verbands, eine Befragung von 1.846 Startups, zählt 79,3 Prozent Teamgründungen und im Schnitt 2,5 Personen pro Team. Wer allein in die Gründungsberatung kommt, ist also die Ausnahme und weiß das meist selbst. Die erste Frage lautet dann selten „Wie finanziere ich das?“, sondern „Mit wem mache ich das?“

Für Gründungszentren an Hochschulen, für Acceleratoren und Gründerhubs ist das eine Programmaufgabe. Die naheliegende Antwort ist ein Gründerabend mit Getränken, Namensschildern und ein paar Kurzpitches. Der Saal wird voll. Ein Team entsteht dabei selten.

Ein Cofounder Matching funktioniert, wenn Sie vor dem Abend nach Rolle, Zeiteinsatz und Ideenstand zuteilen und den Abend als erstes von mehreren Treffen planen. Niemand wählt eine Mitgründerin nach einem einzigen Gespräch. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Formate es im deutschsprachigen Raum gibt, warum offene Abende wenige Teams hervorbringen, nach welchen Merkmalen Sie zuteilen, welche Seite bei Ihnen knapp ist und wie Sie den Erfolg in Teams statt in Kontakten messen.

Was ist ein Cofounder Matching?

Bei einem Cofounder Matching bringt ein Veranstalter Menschen zusammen, die ein Unternehmen gründen wollen und dafür eine Partnerin oder einen Partner suchen. Die einen haben eine Idee und brauchen ein Team. Die anderen bringen Fähigkeiten mit, etwa Entwicklung, Vertrieb oder Fachwissen aus einer Branche, und suchen eine Idee, an der sie mitarbeiten können. Gastgeber sind meist Gründungszentren von Hochschulen, Acceleratoren, Gründerhubs oder Wirtschaftsförderungen.

Dass gerade Hochschulen diese Rolle übernehmen, ist kein Zufall. Laut Deutschem Startup Monitor 2025 haben 87,0 Prozent der Gründenden einen akademischen Hintergrund, und 50,9 Prozent erhielten Unterstützung von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen. Wer dort berät, sitzt also an der Stelle, an der Teams entstehen oder eben nicht.

Gründungsteams in Deutschland

Das Team ist die Regel, nicht die Ausnahme

79,3 % der Startups werden im Team gegründet 20,7 % allein
2,5 Personen pro Gründungsteam im Durchschnitt
60,6 % der Teams bestehen nur aus Männern 29,1 % sind gemischt
50,9 % erhielten Unterstützung von Hochschulen oder Forschung Hochschulen als Anlaufstelle
Startup-Verband: Deutscher Startup Monitor 2025, Befragung von 1.846 Startups

Fünf Formen sind verbreitet, die meisten mit Beispielen aus dem deutschsprachigen Raum:

FormatSo funktioniert esBeispielStärkeSchwäche
Offener GründerabendFreies Netzwerken, Rollen auf dem Namensschild, KurzpitchesInternational etwa der Cross-University Co-Founder Matching Mixer der Tufts University (April 2026): Rollen-Sticker, wechselnde Stationen, Pitches von 60 SekundenWenig Aufwand, viele erste KontakteWer wen trifft, hängt davon ab, wer wen anspricht
Strukturierte RundenVorab geplante Einzelgespräche in festen Runden, auf Basis von ProfilenMunich Co-Founder Matching (April 2025): zwei Runden à 45 Minuten. southwestX im Saarland (online): Projekte pitchen zwei Minuten, danach folgen Einzelgespräche von 10 MinutenJede Person trifft passende GegenüberBraucht Profildaten und Planung
Begleiteter ProzessVerpflichtender Auftakt mit Pitches, danach begleitete Phasen über mehrere WochenMeet&Match von Startup Port in Hamburg: dreimal im Jahr, begrenzte Plätze, kostenlosZeit zum Prüfen, Begleitung bis zum TeamHoher Aufwand für den Veranstalter
Gesuch an einen TalentpoolEin Team beschreibt sich kurz, der Veranstalter verteilt das Gesuch an Studierende und AlumniCo-Founder Matching der WHU: Forschungsteams suchen über das Alumninetzwerk kaufmännische MitgründerErreicht Menschen, die nie zu einem Abend kämenKein Kennenlernen im Raum
ProjektsprintTeams bilden sich um Ideen und bauen gemeinsam etwasStartup Weekend über 54 Stunden, HackathonZeigt, wie Menschen wirklich zusammenarbeitenHoher Zeiteinsatz, weniger Teilnehmende

Die Formate wirken am besten als Stufen. Ein Gesuch oder ein offener Abend findet Kandidaten, strukturierte Runden prüfen die Passung im Gespräch, ein Sprint prüft sie in echter Arbeit. Das Hamburger Meet&Match zeigt, wohin das führt: Es ist eher ein kleines Programm als eine Abendveranstaltung.

Warum ein offener Gründerabend selten Teams bildet

Der offene Abend ist trotzdem das häufigste Format, und er hat eine strukturelle Schwäche. Menschen sprechen mit Menschen, die sie schon kennen oder die ihnen ähneln.

Die Gründungsforschung belegt das seit Jahrzehnten. Ruef, Aldrich und Carter untersuchten 816 Gründungsteams aus der US-amerikanischen Panel Study of Entrepreneurial Dynamics (American Sociological Review, 2003). Das stärkste Muster war Homophilie: Gründende taten sich mit Menschen gleichen Geschlechts, gleicher Herkunft und gleichen Berufs zusammen. Funktional gemischte Teams waren nicht häufiger, als der Zufall erwarten ließe. Die deutschen Zahlen passen dazu: 60,6 Prozent der Gründungsteams bestehen nur aus Männern, nur 29,1 Prozent sind gemischt (Deutscher Startup Monitor 2025). Wer an seiner Hochschule vielfältigere Teams will, darf sich nicht auf den Zufall im Raum verlassen. Auch die Förderung setzt hier an: Beim EXIST-Gründungsstipendium erhöht sich die Fördersumme um 2.500 Euro, wenn das Team divers zusammengesetzt ist (Förderrichtlinie von 2023, Anträge bis Ende 2027).

Ein Feldexperiment ergänzt den Blick auf Veranstaltungen. Sharique Hasan und Rembrand Koning begleiteten 112 angehende Gründende in einem dreiwöchigen Bootcamp in Neu-Delhi und teilten die Teams zufällig zu (Strategic Management Journal, 2019). Wer vorher niemanden kannte, kam mit einer bestimmten anderen Person mit 25 Prozent Wahrscheinlichkeit ins Gespräch. Wer schon Bekannte dabei hatte, nur mit 16,6 Prozent. Vorhandene Kontakte bremsen das Erkunden.

Auf dem Hochschulabend sind Vorkontakte der Normalfall. Die Hälfte des Saals kommt mit Kommilitonen, steht mit ihnen zusammen und geht mit ihnen nach Hause. Die Informatikstudentin, die allein kam, steht am Ende allein am Stehtisch. Ein freier Raum bestätigt bestehende Kreise.

Nehmen Sie die Gründungsberaterin einer Technischen Hochschule am Morgen danach. Achtzig Gäste waren da, die Fotos sind gut, und die Vizepräsidentin für Transfer fragt, wie viele Teams entstanden sind. Sie kann es nicht sagen. Gleichzeitig liegen auf ihrem Tisch zwei Ideen für einen Förderantrag, denen der kaufmännische Kopf fehlt.

Wonach Sie zuteilen: Rolle, Zeiteinsatz und Ideenstand

Wenn sich der Raum nicht von selbst mischt, muss der Veranstalter vorab festlegen, wer wen treffen soll. Die ausführlichsten öffentlichen Daten dazu stammen von der Plattform zur Mitgründersuche des US-Accelerators Y Combinator (YC). Drei Monate nach dem Start im Jahr 2021 zählte sie 16.000 Profile und 33.000 Matches, und ihre Auswertung zeigt, welche Merkmale tragen (YC Blog, Oktober 2021). Für Ihre Anmeldung ergeben sich daraus fünf Fragen mit je einer Regel:

  • Rolle: Technik, Kaufmännisches, Design oder Branchenwissen. Die Grundregel bringt sich ergänzende Rollen zusammen. Bei YC verbanden 68 Prozent der Matches eine technische mit einer nicht technischen Person.
  • Zeiteinsatz: Vollzeit ab sofort, Vollzeit in sechs Monaten oder nebenbei. 79 Prozent der YC-Nutzer achteten darauf, kein Merkmal war wichtiger. Eine Masterstudentin mitten in der Abschlussarbeit und ein Ingenieur, der nächsten Monat kündigen will, passen nicht zusammen, so gut das Gespräch auch läuft.
  • Ideenstand: eigene Idee, offen für Ideen oder ein bestehendes Startup, das spät eine Mitgründerin sucht. 73 Prozent der YC-Matches verbanden eine Person mit Idee und eine ohne festgelegte Idee. Zwei Ideengeber verbringen das Gespräch meist damit, die eigene Idee zu verteidigen.
  • Themenfeld: Gesundheit, Klima, Industrie, Finanzen oder ein anderes Feld. Bei YC teilten 72 Prozent der Matches mindestens ein Interesse.
  • Startzeit und Förderweg: Wann soll es losgehen, und ist ein Antrag geplant? Das EXIST-Gründungsstipendium fördert Teams von höchstens drei Personen für zwölf Monate (Projektträger Jülich, Stand Oktober 2026). Wer einen Antragstermin vor Augen hat, braucht ein Gegenüber mit demselben Zeitplan.

Das sind ausdrückliche Regeln, keine Blackbox. Sie können jeder Person erklären, warum sie wen trifft, und eine Regel ändern, wenn sich die Zusammensetzung verschiebt. Fragen Sie trotzdem nicht alle Merkmale im ersten Formular ab. Wie Sie Anmeldung und Profil in zwei Stufen trennen, damit Interessierte nicht abspringen, zeigen wir im Beitrag zum Anmeldeprozess für Veranstaltungen.

Welche Seite bei Ihnen knapp ist

Zuteilungsregeln helfen nur, wenn beide Seiten eines Paares tatsächlich kommen. Das tun sie selten im gleichen Verhältnis. Welche Seite fehlt, hängt allerdings vom Gastgeber ab.

An einer Wirtschaftshochschule oder in einem allgemeinen Gründerhub fehlen meist Entwicklerinnen und Entwickler. Auf der YC-Plattform bezeichneten sich 42 Prozent als technisch, aber 80 Prozent der nicht technischen Gründenden suchten jemanden aus der Entwicklung. Wenn die Lücke schon auf einer Plattform aus der Softwarewelt klafft, dürfte sie an einer Business School noch größer sein.

An einer Technischen Universität oder einem Forschungsinstitut ist es oft umgekehrt. Dort gibt es Technologien mit Marktpotenzial, aber niemanden, der Vertrieb, Finanzierung und Geschäftsmodell übernehmen will. Für genau diesen Fall hat die WHU ihr Co-Founder Matching gebaut: Forschungsteams beschreiben ihre Innovation auf einer Seite, das Entrepreneurship Center verteilt das Gesuch an Studierende und Alumni. Beim Co-Founder Matching Event von southwestX, einer Initiative mit Partnern wie der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), pitchten in der letzten Ausgabe 11 Projekte vor mehr als 340 Registrierten (Eventseite, abgerufen Oktober 2026). Daraus entstanden 80 private Einzelgespräche. Die Projekte waren der Engpass, nicht das Publikum.

Für Ihre Ausschreibung heißt das:

  • Klären Sie vor dem Start, welche Seite bei Ihnen knapp ist, und werben Sie dort zuerst. Kooperieren Sie dafür mit Informatik, Ingenieurwissenschaften und Design oder umgekehrt mit der Wirtschaftsfakultät und dem Alumniverein.
  • Legen Sie ein Zielverhältnis je Rolle fest und begrenzen Sie die Anmeldungen der überzähligen Rolle. Wer darüber hinaus kommt, landet auf einer Warteliste.
  • Geben Sie der knappen Seite einen Grund zu kommen, etwa eine Liste der Ideen und Profile eine Woche vorher, mit Einwilligung der Teilnehmenden.
  • Behandeln Sie „offen für Ideen“ als vollwertiges Profil, damit sich niemand wie ein Statist fühlt.

Zehn Entwickler und sechzig Ideengeber ergeben keine Veranstaltung. Sie ergeben eine Warteschlange.

Planen Sie den Abend als erstes von mehreren Treffen

Selbst ein ausgeglichener Raum beantwortet die eigentliche Frage nicht an einem Abend. Eine Mitgründerin auszuwählen ähnelt eher einer Stellenbesetzung als einem Netzwerkkontakt, und junge Teams überstürzen diese Wahl gern. Noam Wasserman wertete für sein Buch The Founder’s Dilemmas (2012) Daten von fast 10.000 Gründenden aus Technologie und Lebenswissenschaften in den USA aus. 73 Prozent legten die Aufteilung der Anteile im ersten Monat fest. Teams, die bei Ihnen entstehen, treffen ihre folgenreichste Entscheidung also womöglich, bevor sie wissen, wie sie zusammenarbeiten.

Ihr Programm kann das bremsen, indem es die nächsten Schritte gleich ins Format einbaut:

Ablauf

Vom Profil zum Probeprojekt

  1. Vorher Profil und Zeiteinsatz prüfen Rolle, Zeiteinsatz, Ideenstand und Startzeit abfragen, den Gesprächsplan bauen und Profile eine Woche vorher teilen
  2. Am Abend Zwei bis drei strukturierte Runden Einzelgespräche von 10 bis 20 Minuten mit kurzen Pausen, danach offenes Netzwerken
  3. Woche 1 Zweites Treffen Paare, die beide weitermachen wollen, bekommen innerhalb weniger Tage einen reservierten Termin
  4. Woche 2 bis 6 Probeprojekt Eine kleine gemeinsame Aufgabe, Kundengespräche oder ein Wochenendsprint, bevor über Anteile gesprochen wird
Converve-Empfehlung auf Basis der Y-Combinator-Daten (2021) und der oben genannten Formate

Beim zweiten Schritt zählt das Tempo. In den YC-Daten traf sich die Hälfte der Paare, die sich überhaupt trafen, innerhalb von 6,2 Tagen. Das Interesse lässt schnell nach, buchen Sie den Folgetermin also, solange es noch da ist. Für das Probeprojekt eignet sich ein kurzes Bauformat. Wie Sie einen Hackathon so planen, dass aus den Teams nach dem Wochenende etwas wird, beschreiben wir im Leitfaden Hackathon organisieren.

Eine Sache gehört nicht zu Ihren Aufgaben: die Beratung zu Anteilen, Vesting (dem zeitlich gestaffelten Erwerb von Anteilen) oder Gesellschaftervereinbarungen. Laden Sie eine Anwältin oder einen erfahrenen Gründer zu einem kurzen Vortrag darüber ein, was solche Vereinbarungen üblicherweise regeln. Verweisen Sie die Teams danach an die Gründungsberatung und an fachkundige Rechtsberatung.

Was Cofounder Matching von Mentorensprechstunden unterscheidet

Diese Logik der Folgetermine erinnert an Mentoring, das Zuteilungsproblem ist aber ein anderes. Bei Mentorensprechstunden auf Startup-Konferenzen ist die Beziehung einseitig: Startups fragen, Mentoren geben, und die Nachfrage ballt sich bei wenigen bekannten Namen. Dort besteht die Hauptaufgabe darin, deren Termine zu deckeln. Beim Cofounder Matching ist jede Person zugleich Suchende und Kandidatin, beide Seiten müssen zustimmen, und knapp ist ein Profiltyp statt einer einzelnen Person.

Daraus folgt auch eine andere Anforderung an die Software. Wer schon eine Plattform für Investorengespräche nutzt, kann sie oft für Gründerpaare mitverwenden, sollte aber dieselbe Transparenz verlangen: Nach welchen Regeln wird wer wem vorgeschlagen? Welche Kriterien Sie bei Anbietern prüfen sollten, vergleichen wir in unserem Überblick über die besten Matchmaking-Apps für Startup-Konferenzen.

Lösung: Converve plant vorab gebuchte Einzeltermine mit einer regelbasierten Meeting-Matrix. Sie legen die Profilmerkmale fest, etwa Rolle, Zeiteinsatz und Ideenstand, und die Regeln, welche Gruppen sich treffen sollen. Teilnehmende fragen innerhalb dieser Regeln Termine an und nehmen sie an oder lehnen sie ab. Wie Sie das zweite Treffen für dieselben Paare organisieren, entscheiden Sie als Veranstalter; sprechen Sie uns an, wie sich das in Converve abbilden lässt. Wie das funktioniert, zeigen wir auf der Seite zu Startup- und Investoren-Events.

Messen Sie Teams, nicht Kontakte

Die Gründungsberaterin vom Morgen danach braucht andere Zahlen als die Gästezahl und getauschte Kontakte. Vier Kennzahlen sagen mehr:

  1. Anteil der Teilnehmenden mit mindestens zwei Gesprächen, die ihren Regeln entsprachen.
  2. Zahl der Paare, die beide ein zweites Treffen wollten, und wie viele es innerhalb einer Woche hatten.
  3. Zahl der Teams, die nach 90 Tagen noch zusammenarbeiten.
  4. Zahl dieser Teams, die sich für Ihren Inkubator, einen Accelerator oder ein EXIST-Gründungsstipendium bewerben.

Die letzten beiden Zahlen brauchen drei Monate. Nur sie interessieren die Hochschulleitung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cofounder Matching?

Cofounder Matching ist ein Format, in dem eine Hochschule, ein Accelerator, ein Gründerhub oder eine Wirtschaftsförderung Menschen mit Gründungsabsicht und passende Mitgründerinnen und Mitgründer zusammenbringt. Übliche Formen sind offene Gründerabende, strukturierte Einzelgespräche auf Basis von Profilen, begleitete Programme über mehrere Wochen wie das Hamburger Meet&Match von Startup Port, Gesuche an einen Talentpool und Projektsprints wie Hackathons.

Wo finde ich einen Mitgründer?

Fragen Sie zuerst im Gründungszentrum Ihrer Hochschule und bei den Gründerhubs Ihrer Region nach, viele bieten eigene Matching-Formate an, in Hamburg etwa Startup Port dreimal im Jahr. Beschreiben Sie klar, was Sie mitbringen und wie viel Zeit Sie einsetzen können. Der Zeiteinsatz war auf der Plattform von Y Combinator das meistbeachtete Kriterium, 79 Prozent der Nutzer achteten darauf (YC, 2021).

Wie lang sollten die Gespräche bei einem Cofounder Matching sein?

Für strukturierte Einzelgespräche haben sich 10 bis 20 Minuten mit kurzer Pause bewährt. Bei southwestX folgen zum Beispiel auf Pitches von zwei Minuten Einzelgespräche von zehn Minuten. Längere Gespräche gehören ins zweite Treffen, wenn beide Seiten wissen, dass sie weitermachen wollen.

Funktioniert Cofounder Matching auch online?

Ja, vor allem für Teilnehmende aus mehreren Städten. southwestX führt sein Format online durch. Auf der YC-Plattform war der Standort der Hälfte der Nutzer egal, trotzdem lagen 55 Prozent der Matches im selben Land (YC, 2021). Online eignet sich für den ersten Kontakt, das zweite Treffen und ein Probeprojekt profitieren von persönlicher Begegnung.

Sollten neue Mitgründer sofort einen Vertrag schließen?

Mitgründer sollten Rollen, Zeiteinsatz und Anteile schriftlich festhalten, aber erst, nachdem sie eine Weile zusammengearbeitet haben. Wasserman fand heraus, dass 73 Prozent der Gründenden die Anteile im ersten Monat aufteilen (The Founder’s Dilemmas, 2012). Als Veranstalter geben Sie keine Rechtsberatung. Ein kurzer Vortrag einer Anwältin und der Verweis auf fachkundige Beratung sind die richtige Tiefe.

Fazit: Der Abend ist der Anfang, nicht das Ergebnis

Ein Cofounder Matching gelingt, wenn der Veranstalter die Zuteilung vor dem Abend erledigt und die Treffen danach plant. Teilen Sie nach Rolle, Zeiteinsatz und Ideenstand zu, werben Sie gezielt die Seite an, die bei Ihnen knapp ist, und geben Sie jedem vielversprechenden Paar ein zweites Treffen und ein Probeprojekt. Ein freier Abend erzeugt Kontakte. Eine geplante Abfolge erzeugt Teams, die die Gründungsberaterin in ihren Bericht schreiben kann.

Sie planen ein Cofounder Matching, ein Gründungsprogramm oder Investorengespräche an Ihrer Hochschule oder in Ihrem Accelerator? Sprechen Sie mit Converve. Wir zeigen Ihnen, wie eine regelbasierte Meeting-Matrix in ein Programm mit mehreren Treffen passt.

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